Wiederholungswahl für Berlin am 12. Februar 2023 | Forderungen des Kinder- und Jugendtheaters

Der Arbeitskreis der Berliner Kinder- und Jugendtheater hat aufgrund der Wiederholungswahl in Berlin seine Forderungen in Wahlprüfsteinen formuliert. Diese gingen an den Berliner Senat und die kultur- und bildungspolitischen Sprecher*innen der Parteien mit der Bitte um Positionierung. Wir erwarten von den Politiker*innen ihre Stellungnahmen bis zum 26. Januar 2023, die wir ebenfalls veröffentlichen werden.

Stellungnahme der Berliner GRÜNEN

Stellungnahme der Berliner FDP

Stellungnahme der Berliner Die Linke

Stellungnahme der Berliner CDU

Stellungnahme der Berliner SPD

Bisher keine Antwort.

Wahlprüfsteine des Arbeitskreises Berliner Kinder- und Jugendtheater

  1. In den letzten Jahren haben wir wahrgenommen, dass von allen Parteien ein kulturpolitischer Schwerpunkt auf die Stärkung des Kinder- und Jugendtheaters begrüßt wurde. Welche Gewichtung geben Sie Kunst und Kultur für Kinder und Jugendlichen in Ihrer Kulturpolitik? Welche Rolle spielen aus Ihrer Sicht die Kinder- und Jugendtheater dabei?

  2. Trotz hoher künstlerischer Qualität und zahlreicher Besucher*innen sind viele Kinder- und Jugendtheaterschaffende prekär beschäftigt. Kinder- und Jugendtheater sind in einer Stadt mit steigenden Kosten zunehmend nicht mehr wettbewerbsfähig, um qualifiziertes Personal zu finden und zu binden. Welche konkreten Maßnahmen würden Sie unterstützen?

  3. Alle Kultureinrichtungen sind von Inflation und steigenden Lohnkosten betroffen. Kinder- und Jugendtheater haben aber besonders viele Beschäftigte im niedrigen Lohnbereich, ohnehin überstrapazierte Personalressourcen sowie geringe Puffer und Kürzungsspielräume, weshalb sie besonders betroffen sind.
    Wie wollen Sie Kinder- und Jugendtheater unterstützen, mit der Situation umzugehen? Wie sollten sich die Etats mittel- bis langfristig entwickeln?

  4. Kinder- und Jugendtheater leben vom Repertoire, Stücke werden meist über mehrere Spielzeiten regelmäßig gespielt. Kulturförderung für freie Gruppen zielt jedoch auf Neuproduktionen ab. Bei Förderverfahren mit Jury-Entscheidungen sind Projekte des Kinder- und Jugendtheaters unterrepräsentiert. Wie wollen Sie die daraus resultierende Förderlücke füllen?

  5. Räume für Proben und Aufführungen sind knapp. Wie möchten Sie dazu beitragen, dass Kinder- und Jugendtheater ohne eigene Spielstätten angemessene Produktions- und Aufführungsbedingungen haben?

  6. Teilhabe an Kultur ist ein Kinderrecht. Bei der Ausübung bestehen geografische, finanzielle, schulstrukturelle, personenbezogene Barrieren. Das Kinder- und Jugendtheater hat das Potenzial alle jungen Menschen dieser Stadt zu erreichen und ihnen einen Zugang zu vermitteln. Welche kulturpolitischen Möglichkeiten sehen Sie, dieses Potenzial stärker auszuschöpfen und die genannten Barrieren abzubauen?

  7. Wie möchten Sie sicherstellen, dass die Belange des jungen Publikums und die der Kinder- und Jugendtheater angemessen in politischen Entscheidungen sowie in der Verwaltung berücksichtigt werden?

Für den Arbeitskreis

Atze Musiktheater – Thomas Sutter
Figurentheater – Ute Kahmann
GRIPS Theater – Philipp Harpain & Andreas Joppich
Morgenstern – Theater im Rathaus Friedenau – Pascale Senn Koch & Daniel Koch
puppen.etc – Christiane Klatt
Schaubude – Tim Sandweg
Theater an der Parkaue – Christina Schulz & Alexander Riemschneider
Theater Jaro – Katja Pölzer
Theater o.N. – Dagmar Domrös & Doreen Markert & Vera Strobel
Theater Strahl – Karen Giese & Anna Vera Kelle & Matthias Kelle
Weite Theater – Björn Langhans