„Es ist das genialste Theaterstück aller Zeiten!“

Wir haben unsere Fans über unser digitalen Kanäle anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von LINIE 1 gefragt, welches für sie die berührendsten Momente mit LINIE 1 waren oder warum man LINIE 1 gesehen haben muss. Über 150 Antworten haben uns erreicht – und wir gehen in die Knie vor so viel Liebe, Anerkennung und Zuspruch. Wenn man mit Theater so sehr die Menschen tief in der Seele berühren kann, dann ist das für uns als Theaterschaffende die allergrößte Anerkennung! Daher: DANKE-DANKE-DANKE!
Es war wirklich sehr schwer, eine Auswahl zu treffen, alle diejenigen, die wir hier nicht aufgeführt haben, mögen uns bitte verzeihen!


Ach Ihr Lieben, Wo soll ich da anfangen….
Meine Schwester und ich sind im Grips aufgewachsen. Wenn unsere Mama mal Zeit für sich brauchte hat sie uns regelmäßig dorthin gebracht und wusste, wir werden nur mit den besten Inhalten versorgt;)
Neben den Kinderstücken wurde dann seit Beginn auch die Linie 1 zu unserem Dauerbrenner. Ich weiß nicht wie oft wir es gesehen haben…
An Weihnachten fanden wir es manchmal schade, dass bei uns Zuhause keine Weihnachtslieder liefen, unsere Mutter fand sie eingestaubt und konservativ. Aber wir Kinder wussten uns zu helfen, wir hatten ja ein Songbook der Linie 1 ! Somit haben wir uns aufgestellt und voller Enthausiasmus das komplette Stück durchgesungen. Mit schauspielerischen Einlagen versteht sich! Das Sofa wurde zur U-Bahn Sitzbank auf der wir Zeitunghaltend die Knie wackeln ließen zu „Du sitzt mir gegenüber“. Oder wir wurden zu Wilmerdorfer Witwen. Unsere Mutter bog sich vor Lachen:)
Voller Dankbarkeit für die vielen besonderen Augenblicke, die wir im Grips und der Linie 1 erleben durften


Als Ur-Berlinerin mit Geburtsjahr 1980 verkörpert LINIE 1 ebenso wie das GRIPS-Theater selbst für mich die Stadt wie kaum etwas Vergleichbares. Meine Freundin, die mit mir im Theater gesessen hat, selbst aber nicht aus Berlin kommt, hat mich während des Theaterstücks nur angeschaut und meinte, ob ich nicht selbst mit auf die Bühne gehen wollen würde. Bei jedem Menschen mit dem Namen „Stefan“, den ich in meinem Leben kennengelernt habe, kam mir der Satz „Stefan, Du Pottsau! Geh von die Tante wech!“ in den Sinn, oft beim Bier denke ich insgeheim“ A-Hib-Hib-Ahibidihipp – Allein sein, Wein und Bier… und sehe den schlacksigen Typen vor mit durch die U-Bahn tanzen“. Es ist so toll, dass das Stück immer noch am GRIPS-Theater mit so viel Energie aufgeführt wird. 
Ich wünsche dem Ensemble und dem ganzen Haus alles erdenklich Gute und macht weiter so! Eure Arbeit ist sehr wertvoll für viele unterschiedliche Generationen. 


Kleiner Insight: meine Freundin, mit der ich es mit 16 das erste Mal zu ihrem Geburtstag gesehen habe, sie ist mittlerweile Ärztin, hört die Songs im Operationssaal „Es ist herrlich zu leben, mein Kind“.


das stück ist so schön west-berlin und gleichzeitig mit mir und meinen kindern mitgewachsen.
es ist einfach das beste (punk) musical ever und sagt soviel über die stadt und leute.
mein sohn ist jetzt fast 12 und liebt alle lieder und ich kann es kaum erwarten ihn in ein paar jahren mitzunehmen. das live schlagzeug bei euch hat mich u.a. dazu gebracht auch drummer zu werden und auch mein sohn spielt jetzt.
ich habe noch 2 grosse töchter, die beide schon mehrfach mit uns bei euch im stück waren und es lieben (und jetze mit ihren ersten boy und girlfriends, die teilweise nicht wie wir in berlin geboren und aufgewachsen sind das stück teilen.
voll gut. DANKE euch dafür. Für immer!


Ich habe Linie 1 das erste Mal 1990 mit der Schule gesehen, da war ich 14 Jahre alt, nach kurzer Zeit konnte ich die Lieder auswendig singen und lernte so meine bis heute beste Freundin kennen, die wie ich Linie 1 Fan war/ist und wie ich mit Gripsstücken aufgewachsen ist im Berlin der 80´ger Jahre. Wir sangen mit unseren 14 Jahren auf einer Jugendreise in Ungarn, das war kurz nach dem Mauerfall, alleine in einem Abteil mit offenem Fenster im ungarischen Zug laut alle Linie 1 Lieder, die wir kannten. Das verbindet uns bis heute. Oft waren wir bei sämtlichen wechselnden Besetzungen zusammen in Linie 1, ich inzwischen mit 14jährigem Sohn, der selbst gerade Punk ist und Linie 1 super findet. 


Einer der eindrücklichsten Momente aus Linie 1 ist und bleibt das erste Lied! Ich komme nicht aus Berlin, bin aber oft hier. Jedes Mal, wenn ich mit dem Zug ankommen, denke ich an die Zeilen von „6 Uhr 14 Bahnhof Zoo“. Der Text bringt alle gemischten Gefühle und Eindrücke einfach auf den Punkt!
Man sollte Linie 1 einfach gesehen haben! Wenn man aus Berlin kommt, um mit Humor seiner Stadt noch einmal neu zu begegnen, falls all das Skurrile zu alltäglich geworden ist. 
Und wenn man nicht aus Berlin kommt, um zu sehen, wie bunt und vielfältig die Stadt ist. 
Denn das ist, was ich an Linie 1 so beeindruckend finde: Dass das Stück, obwohl es zu einer anderen Zeit spielt, immer noch so aktuell ist und einen dadurch so gut abholt!


Um Berlin mit dem Herzen in der Tiefe zu verstehen, die DNA von Berlin, und die besondere, historisch gewachsene Mischung aus Berliner Biografien, von Nazi-Witwen über Atomkraftgegener und Verschwörungstheoretiker ist Linie 1 ein Muss für alle Berliner*innen, Berlinbesucher*innen und „Wessis“ bzw. „Neu-Berliner*innen“. Ich sage immer, es gehört zur Berliner Sozialisation, Linie 1 gesehen zu haben. 


Als Berlinerin bin ich mit allen Stücken des Gripstheaters groß geworden. Ich war neulich nach vielen Jahren wieder in dem Stück Linie 1 und hatte Gänsehaut wie früher als das Stück mit dem Schlagzeugbeat losging und das „Landei“ auf der Treppe steht und in Berlin ankommt. Ich habe selten diese Momente, aber da denke ich, in was für einer coolen Stadt ich doch wohne! Danke!


„Linie 1“ ist ein Theaterstück, das man unbedingt gesehen haben muss, weil es das Lebensgefühl einer ganzen Stadt auf eindrucksvolle Weise einfängt. Mit viel Humor, Musik und zugleich berührender Ehrlichkeit erzählt es von den unterschiedlichsten Menschen, die sich in der Berliner U-Bahn begegnen. Jede Figur mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Träumen und Problemen. Dabei schafft das Stück eine einzigartige Mischung aus Unterhaltung und gesellschaftlicher Reflexion. Die mitreißenden Songs, die lebendigen Dialoge und die zeitlose Aktualität machen „Linie 1“ zu einem Erlebnis, das noch lange im Gedächtnis bleibt. Die musikalische Live-Untermalung zählt für mich klar zu den Highlights der Aufführung.


Ich habe Linie 1 zum ersten Mal als Jugendliche als Filmversion gesehen – und damals den Entschluss gefasst, nach Berlin zu ziehen. Mich hat vor allem das Zusammentreffen der Menschen aus so unterschiedlichen Lebensrealitäten berührt, dieses Auf und Ab des Lebens, mal lustig, mal ernst, aber immer authentisch.


Ich habe dann das Stück nach meinem Umzug nach Berlin damals mit meiner ersten großen Liebe gesehen, und besonders das Ende mit dem Sternenhimmel hat sich für mich magisch eingebrannt. Die Atmosphäre war einfach einzigartig. Seitdem begleitet mich LINIE 1 durchs Leben – ich habe es immer wieder gesehen, in ganz unterschiedlichen Phasen meines Lebens. Für mich ist es mehr als ein Theaterstück: Es ist ein verbindender Moment zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – und gleichzeitig ein Stück Stabilität in einer sich ständig verändernden Welt.
Es gibt mir Hoffnung und Mut zum Träumen.


Wie wahrscheinlich viele Grips Fans gibt es auch im Alltag und im Leben bei uns sehr viele Linie 1 Zitate die sich etabliert haben. Ich kann z.B. an keinem Bahnhof ankommen ohne im Kopf 6:14 Bahnhof Zoo zu singen. Als ich neulich mit meinem jetzt 14-jährigen Sohn das erste Mal bei Linie 1 war schaute er mich immer wieder groß an und meinte: „Ach das ist gar kein Einschlaflied, sondern auch von Linie 1.“


Linie 1 ist für mich so sehr ein Bild von Berlin. Die Passagiere sind so bunt und verschieden und doch alle Menschen, wie alle in Berlin. Als Jugendliche sind wir manchmal als Abenteuerreise in Ruhleben eingestiegen bis zum Schlesischen Tor gefahren, Treppe runter, andere Seite wieder hoch und zurück.Wir waren 14/ 15/ 16. Das war aufregend! Linie 1 ist Berlin so wie ich Berlinerin bin.
Schön, dass es das Grips-Theater gibt! Danke!


Es muss Ende 1986 gewesen sein, ich war schwanger mit meinem ersten Sohn, er wird im nächsten Jahr 40 Jahre alt. Das war dem Kind viel zu laut, und besonders bei lauten Schlagzeugsoli trommelte er von innen in meinem Bauch herum, dass mir sehr schnell klar war, das ist zu laut für ein ungeborenes Baby! Sang aber die junge Frau ein Lied. z.b dieses traurige Lied, Du bist schön, auch wenn Du weinst, wurde das Baby ganz still … 
Ich war seither sicher schon drei oder viermal in Linie 1 und wirklich jesmal habe ich genau dieses Gefühl von einem trampelnden Ungeborenen sobald das Schlagzeug aufdreht. 
Danke an Alle, die noch Leben für dieses wunderbare Stück Theater. 


Linie 1 vermittelt Weltoffenheit, Freude, Freundschaft, Toleranz, Spaß, Neuanfang, zeigt unterschiedliche Menschen gespickt mit toller, fröhlicher, nachdenklicher Musik. Das Stück vermittelt mir Menschlichkeit. Es ist einfach klasse.


Ich war als 12-jährige mit meinem Vater 1988 in einer Vorstellung von Linie 1. Meine große Schwester hatte die Lieder auf Kassette und wir konnten seitdem jedes Lied mitsingen. Als Teenagerin habe ich dann wirklich verstanden, worum es ging und die Lieder haben mich immer begleitet. Meinem ersten Freund (jetzigem Mann:) habe ich 1996 z.B. ein Mix-Tape gemacht, auf dem das Liebeslied -bitte halt mich fest- nicht fehlen durfte. Und so ziehen sich die Lieder durch das Leben:
Am Görli summe ich das Lied vom herrlichen Leben
und meine Nichte kann alle U-Bahnlinien singen.
Neulich war ich mit meinen Teenager- Kindern wieder bei Linie 1 und konnte so viele Lieder in Gedanken mitsingen! Wäre Linie 1 eine Band, ich wäre der Groupie 🙂


Ich fahre täglich U‑Bahn und besonders die Linie 1 und 7 . Auf dieser Strecke begegnen sich so viele unterschiedliche Menschen, jede Fahrt fühlt sich ein bisschen anders an. Berlin zeigt sich laut und leise, bunt und eigen, manchmal chaotisch, aber immer echt. Diese Vielfalt macht die Linie 1 und auch andere Linien für mich zu mehr als nur einem Weg von A nach B , sie ist ein kleines Spiegelbild der Stadt.
Dit is einfach Berlin.
Es vereint den rauen Ton mit dem gleichzeitig großen Herzen der Berliner.

Es ist DAS Berlin Musical. Es ist mein Lieblingsmusical.


LINIE 1 begleitet mich gefühlt schon mein ganzes Leben. Seit meiner Kindheit rund um das Hallesche Tor war die Strecke zwischen Schlesischem Tor und Wittenbergplatz ein Teil meines Alltags – und genau dieses echte Berliner Lebensgefühl finde ich im Musical wieder.
Für mich steht LINIE 1 für Begegnungen: unterschiedliche Menschen, Kulturen, Emotionen – mal Freude, mal Unsicherheit. Genau so war es auch in meiner eigenen Jugend.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Szene mit den Jugendlichen in der U-Bahn und dem „Ökomann“ – sie hat mich sofort an meine eigene Zeit erinnert, weil sie so nah an der Realität ist.
LINIE 1 ist für mich mehr als ein Musical – es ist ein Stück Berlin, das man nicht erklären kann, sondern erleben muss. Und genau deshalb sollte es unbedingt bleiben.


Ganz ehrlich? LINIE 1 fühlt sich nicht an wie so ein „man geht halt ins Theater“-Abend, sondern eher wie ein richtig intensiver Trip durch eine Stadt – und irgendwie auch durch einen selbst.
Einer meiner eindrücklichsten Momente war gar nichts Spektakuläres. Es war eher dieses Gefühl irgendwann mittendrin: Du sitzt da, schaust zu, und plötzlich denkst du dir „krass… das bin ja irgendwie ich“. Dieses Suchen, dieses Planlossein, dieses Hoffen, dass irgendwo schon noch was kommt – das trifft einfach. Gerade, wenn man so Mitte 20 ist und eh nicht genau weiß, wo’s hingeht.
Und dann dieser Mix: Du lachst über die schrägen Figuren, über absurde Situationen – und zack, zwei Minuten später haut dir eine Szene emotional komplett rein. Nicht kitschig, sondern so ehrlich, dass es kurz unangenehm wird. Im guten Sinne.
Weil es sich echt anfühlt. Nicht geschniegelt, nicht perfekt, sondern wie ein ehrlicher Blick auf das Leben in der Stadt – mit all dem Chaos, den Zufällen und diesen kleinen Momenten, die plötzlich wichtig werden.
Und weil du danach wahrscheinlich rausgehst, in die Bahn steigst, dich umschaust… und denkst:
„Jeder hier hat eigentlich seine eigene Geschichte.“


Meine Verknüpfung zu dem Stück kommt tatsächlich über Hey du. Die Beatsteaks haben ihr Cover zu dem Song 2002 veröffentlicht. Ohne das Original oder das Musical zu kennen, fand ich das Lied großartig. Und es passt so schön zu Peter Baumanns Berliner Schnauze. Und seit damals ist es fester Bestandteil jedes Beatsteaks Konzertes und immer eines der Highlights. Und Peter ist jedes Mal geniert, wie sehr ihn das Publikum dafür liebt und feiert 🙂
Ja und Wahnsinn, dass es dann doch ca. 22 Jahre bei mir gedauert hat, zw. Beatsteaks Cover und das erste Mal Linie 1 im TV und auf der Bühne gesehen.
Sehen sollte man es vielleicht, und das ist mir in diesem Moment des Schreibens eben zum ersten Mal eingefallen, weil es die Dreigroschenoper der Neuzeit ist bzw. der 80er oder auch Dreigroschenoper 2.0


Als ich das erste Mal die Linie 1 gesehen habe und ich so erschüttert darüber war, wie Menschen ausgegrenzt, wie Menschen verurteilt und wie abfällig über Menschen gesprochen wurde und das doch letztendlich die Gemeinschaft alles schaffen kann, wenn sie zusammenhält. Das ist mind. 20 Jahre her. Trotzdem sind wir heute so weit weg von Toleranz und gegenseitiger Akzeptanz. 


Ich war ganz neu in Berlin, als ich zum ersten Mal Linie 1 gesehen habe – eingeladen von meiner Schwiegermutter im 30. Jubiläumsjahr. Damals hatte ich noch keine ausreichenden Deutschkenntnisse und musste der Aufführung mit Untertiteln folgen. Später, als ich keine Untertitel mehr brauchte, habe ich LINIE 1 noch mehrmals besucht. Jedes Mal habe ich neue kleine Details über die Stadt, ihre Geschichte und ihre Menschen entdeckt. Genau deshalb ist LINIE 1 für mich etwas ganz Besonderes.
LINIE 1 muss man unbedingt gesehen haben, weil man danach nie wieder in eine U-Bahn steigt, ohne genauer hinzusehen.


Für mich ist dieses Stück wie Berlin in einer einzigen Fahrt: laut, schräg, ruppig, komisch, traurig, zärtlich — und am Ende zutiefst menschlich. Es zeigt all die Menschen, an denen man im Alltag oft achtlos vorbeigeht: die Träumerinnen, die Gestrandeten, die Großmäuler, die Einsamen, die Verliebten und Verletzten. Mein bewegendster Moment mit LINIE 1 ist deshalb weniger ein einzelner Augenblick als dieses Gefühl nach der Vorstellung: dass jede Stadt aus Geschichten besteht. Und dass selbst eine U-Bahnfahrt durchs Chaos ein kleines Wunder sein kann. Außerdem: Wenn sogar eine U-Bahnlinie mehr Seele hat als manche Fernsehserie, dann gehört sie gefeiert.


LINIE 1 muss man gesehen haben, einmal um es kennenzulernen. Das zweite Mal, um solch ein Meisterwerk nochmal zu genießen, und nochmal und nochmal.


Ich kenne Linie 1 ungefähr seit 1993/1994. Da war ich 13/14 Jahre alt, ich kam aus Ost-Berlin. Die Szene mit den „Wilmersdorfer Witwen“ und der Song wurden für mich zum Bild einer Welt im Umbruch, von der ich noch nicht allzuviel wusste, deren Spannungen wir Jugendlichen aber stark spürten. West-Berlin war fremd und aufregend, aber weder ein goldener Westen noch das Bild, das unsere DDR-Lehrer*innen vom Westen gezeichnet hatten. Die Gegenwart der Nazi-Vergangenheit, der bigotte Umgang damit, aber auch die Möglichkeit, öffentlich zu widersprechen, das drückte der Song so frech und selbstbewusst aus, dass darin wirklich eine Verheißung lag. 


Das Coolste neben diesem unglaublich tollen Theaterstück war das stundenlange und frühzeitige Inderschlangestehen mit anderen 1986, um noch Karten zu ergattern. Man stand gemeinsam an, bzw. wir sassen auf dem Boden, um das Öffnen der Kassen+den Verkauf abzuwarten und fieberten diesem entgegen.


Ich kenne das Stück aus meiner Jugend und fand es sofort absolut großartig. Mittlerweile bin ich Mama von 6 Kindern! Sehr oft hörten wir im Auto die Lieder und singen alle mit. Immer wenn eins meiner Kinder 15/16 Jahre alt wurde, bin ich mit dem Kind in die Vorstellung gekommen. Die Lieder kannten sie ja. Zu meinem 50. Geburtstag haben sie mir dann als Geschenk ein Medley aus den Liedern vorgesungen. Es war so großartig!


Es gibt eine Szene, an die ich mich besonders erinnere: Da ist die junge drogenabhängige Frau, die schließlich Selbstmord begeht. Und ihre Freunde und Freundinnen sprechen in düsterem Chor:
„Scheiße war ihr ganzes Leben / und sie sehnte sich so sehr / nach dem ewig-wunderschönen / doch wo kriegt man sowas her?“
Kurz danach hatte ich die Aufgabe, in einem Gottesdienst die frisch Konfirmierten in der Gemeinde zu begrüßen. Viel Orgel. Eine lange Predigt und viele weitere Grußworte. Als ich dran war, hatte ich nicht den Eindruck, dass irgend jemand besonders erpicht war, auch noch meines zu hören. Und zur Begrüßung sagte ich: „Scheiße …“ und nach einer kurzen Pause den ganzen Vers. Da sind alle wachgeworden, und ich habe die Gelegenheit genutzt, von meinem Glauben her zu erklären, wo man „sowas“ her bekommt, wo die Sehnsucht, die wir alle gelegentlich im Herzen spüren, ihre Erfüllung findet. Eine Flanke, die in dieser Form wohl von Euch nicht beabsichtigt war, aber ich denke, ich habe sie gut verwandelt. Und meinerseits einen Beitrag geleistet, den die Anwesenden wohl so schnell nicht vergessen haben.


Linie 1 begleitet mich schon seit 1986 – da war ich 19, habe noch woanders gelebt und fand Berlin, wie ich es in Linie 1 kennengelernt habe, so cool – da wollte ich hin. Heute leben mein Mann und ich seit 35 Jahren in der Stadt und waren schon mit vielen Besucher:innen und natürlich auch unseren Töchtern in Linie 1. Linie 1 ist Stadtgeschichte, Zeitgeschichte und lässt die 80er Jahre wieder auferstehen –  und ist gleichzeitig so aktuell ist wie eh und je. Habt eine tolle Veranstaltung und bleibt, wie ihr seid. Ihr seid wichtiger denn je!


Linie 1   – du bist im wahrsten Sinne voll abgefahren und dafür lieben wa dir !  Als echte Berliner ist für jeden unserer Gäste „Linie 1“ ein Muss, authentisch, erfrischend, packend inszeniert und all die Hoffnungen, Nöte, Ängste der Passagiere sind auch heute noch hochaktuell! Bei „Marias Lied“ bekomme ich immer eine Gänsehaut, und hey, wir sind alle schön, selbst wenn wir weinen – Hauptsache, es gibt Menschen, die füreinander da sind, dann ist alles zu meistern!


Ich habe, wahrscheinlich wie viele andere eurer Fans, LINIE 1 mehrmals gesehen und jedes Mal jeden Augenblick so innig genossen. Das Stück erweist sich mit den realen Freuden und auch Sorgen der Menschheit – damals wie heute. Mich haut jedes Mal das phänomenale Zusammenwirken des gesamten Teams. Es geht los mit der Garderobe, der Bar, dem Einlass. Dann geht es weiter mit der Bühne mit zwei Ebenen – die untere Ebene mit dem Schauspiel, obere Ebene ebenfalls mit dem Schauspiel und mit No Ticket. Und dann, wenn die Uhrzeit 6Uhr14 anzeigt, geht es unter die Haut mit dem Beginn der Band und Natalies Gesang. Und ab da gibt es absolut nichts, was mich noch beschäftigt außer jede Tat, jede Mimik und Gestik, jeder Klang, jedes Licht. ICH LIEBE DICH, LINIE 1.


Man sollte Linie 1 gesehen haben, weil es eines der wenigen Stücke ist, das Berlin nicht erklärt, sondern spürbar macht.


Mein stärkster Moment war nicht eine einzelne Szene, sondern dieser wiederkehrende Wechsel zwischen Leichtigkeit und Melancholie. Man lacht, und im nächsten Moment trifft einen ein Satz unerwartet hart. Gerade diese Ehrlichkeit macht es zeitlos. Für mich ist „Linie 1“ kein Musical, das man einmal sieht und abhakt. Es ist eher wie Berlin selbst: rau, direkt, manchmal unbequem, aber genau deshalb sehenswert.


Bei Linie 1 muss ich jedes Mal aufs Neue weinen, wenn Dieter Lehmann singt, wie schön das Leben in Berlin ist, wenn die Linden blüüühn. Es kann so einfach sein.



Vor 27 Jahren bin ich schwanger (mit 2 kleinen Kindern) nach Berlin gekommen um mit dem Vater meines Ungeborenen zusammen zu leben. Das erste Theaterstück was ich gesehen habe war LINIE 1 . Ich saß im Publikum und habe nach den ersten Zeilen von Sunnys Ankunftslied schon „geheult“. Es kam mir ein bisschen vor, wie meine Geschichte…. In den Jahren war der Besuch von LINIE 1 für meine Besuchsfreunde Pflichtprogramm und alle war beeindruckt! Nach 50 Vorstellungen, die ich gesehen habe, habe ich aufgehört zu zählen….


Linie 1 zeigt das wahre Leben, wie es sich im Berlin der späten 1980er Jahre abgespielt hat und teilweise immer noch abspielt. Es ist wunderbar zu sehen, dass sich die Leute aus dem Westen Deutschlands eine schillernde Stadt vorgestellt haben, aber tatsächlich war es nicht so...teilweise sogar schlimmer als in Großstädten wie Köln oder München (um nur zwei Beispiele zu nennen). Gleichzeitig zeigt dieses Stück auch, dass man nicht unbedingt kaputt gehen muss, um Spaß am Leben zu haben.


Mein Linie 1 Moment war, als ich gerade erst nach Berlin gekommen bin und mit einer Freundin ins Stück bin. Durch alles was um meinen Umzug drumrum passiert ist, hing ich in einer depressiven Episode und als „Nachruf“ dran war, wars als hätte man mich wach gerüttelt, endlich was zu ändern bevor ich das bin. Ich glaube vielen gehts so dass sie es längst getan hätten wenn nicht was dazwischen gekommen wäre. Und als ich das nächste Mal da war hatte ich inzwischen chronische Schmerzen entwickelt und hätte bei „Herrlich zu leben“ fast angefangen zu weinen, weil ich mich so gesehen habe in vor allem der ersten Strophe, auch wenn es eigentlich ums alt werden geht.


Da teile ich die Leidenschaft mit meinem Mann. Begleitet uns seit der Jugend und sind wir ehrlich: wollte nicht jeder mal so cool sein wie Bambi, so frech wie Riesi und Bisi? Wer hat nicht ein Tränchen verdrückt, wenn gesungen wird „du bist schön…“ ? Und wer hat am Schluss nicht auch gedacht: Dit isses, meen Berlin ? 😁


Linie 1 zeigt das wahre Leben, wie es sich im Berlin der späten 1980er Jahre abgespielt hat und teilweise immer noch abspielt. Es ist wunderbar zu sehen, dass sich die Leute aus dem Westen Deutschlands eine schillernde Stadt vorgestellt haben, aber tatsächlich war es nicht so…teilweise sogar schlimmer als in Großstädten wie Köln oder München (um nur zwei Beispiele zu nennen). Gleichzeitig zeigt dieses Stück auch, dass man nicht unbedingt kaputt gehen muss, um Spaß am Leben zu haben