Wie wollen die demokratischen Parteien die einzigartige Berliner Kinder- und Jugendtheaterszene unterstützen?
Damit jede*r sich selbst ein Bild davon machen, hat der Arbeitskreis der Berliner Kinder- und Jugendtheater den demokratischen Parteien Wahlprüfsteine geschickt:
DIE FRAGEN
1. Welche Gewichtung geben Sie Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche in Ihrer Kulturpolitik? Welche Rolle spielen aus Ihrer Sicht die Kinder- und Jugendtheater im Verhältnis zum Theater für erwachsenes Publikum?
2. Teilhabe an Kultur ist ein Kinderrecht. Gerade das Kinder- und Jugendtheater hat das Potenzial, trotz bestehender geografischer, finanzieller, schulstruktureller und personenbezogener Barrieren alle jungen Menschen dieser Stadt zu erreichen und ihnen einen Zugang zu Kultur zu ermöglichen. Welche kulturpolitischen Ansätze verfolgen Sie, dieses Potenzial stärker auszuschöpfen und Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen zu gewährleisten?
3. Kulturförderung für freie Gruppen zielt hauptsächlich auf Neuproduktionen ab. In den Jury-Entscheidungen sind Projekte und in den Jurys Expert*innen des Kinder- und Jugendtheaters deutlich unterrepräsentiert. Wie wollen Sie die daraus resultierende Förderlücke schließen?
4. Vor allem Gruppen können jedoch unter den aktuellen finanziellen Bedingungen kein Repertoire aufrechterhalten, solange Vorstellungsförderung kein Teil der Fördersysteme ist. Mit welchen Strategien werden Sie die nachhaltige Sicherung des Repertoires in Zukunft gewährleisten?
5. Trotz hoher künstlerischer Qualität und sehr guten Besuchszahlen sind viele Kinder- und Jugendtheaterschaffende prekär beschäftigt. Steigende Lohnkosten, sinkende Wettbewerbsfähigkeit aufgrund eines geringeren Lohnniveaus und ohnehin überstrapazierte Personalressourcen machen es den Kinder- und Jugendtheatern schwer, Künstler*innen und Personal an sich zu binden. Mit welchen konkreten Maßnahmen wollen Sie dieser Entwicklung entgegenwirken?
6. Wie möchten Sie sicherstellen, dass die Belange des jungen Publikums und die der Kinder- und Jugendtheater angemessen in kultur-, bildungs- und sozialpolitischen Entscheidungen sowie in der nachgeordneten Verwaltung berücksichtigt werden?
7. Bereits jetzt ist klar, dass Berlin aufgrund seiner hohen Verschuldung und nicht steigenden Steuereinnahmen ab 2027/2028 erneut vor Haushaltskonsolidierungen in Milliardenhöhe steht. Wie will Ihre Partei sicherstellen, dass es nicht erneut zu massiven Sparmaßnahmen im Kulturbereich und insbesondere im Bereich der Angebote für Kinder und Jugendliche kommt?
