Unsere große Kinderproduktion über die Vielfalt von Familien – von Milena Baisch | Liedtexte: Volker Ludwig | Regie: Ekat Cordes
Um was geht es?

Laura ist sauer, richtig sauer. Sie soll die Kellertür offengelassen haben? Statt sie zu verteidigen, glaubt Mama dem Hausmeister! Für Laura steht fest: Es reicht! Sie ist sechs Jahre alt und es ist an der Zeit, in die weite Welt zu ziehen. Mit ihrem Fahrrad Pardy, großer Neugier und einer ordentlichen Portion Mut zieht Laura los. Ihr erstes Ziel? Das eigene Mietshaus. Denn vielleicht wohnt das Glück gleich nebenan. Hier trifft sie, wie soll es in Berlin auch anders sein, auf schräge Vögel, verschiedenste Familienmodelle und ziemlich ungewöhnliche Lebensgeschichten. Und auf die ganz große Fragen: Was ist eigentlich eine richtige Familie? Und kann man sich seine eigene zusammenstellen?
Darum geht es in dem Kinderstück „Laura war hier“ von Milena Baisch, mit Liedtexten von GRIPS-Legende Volker Ludwig. Seit der Uraufführung 2017 war das Stück im GRIPS ein Publikumsliebling, bis Corona den Erfolg abrupt stoppte. Unter der neuen GRIPS-Leitung herrschte Einigkeit darüber, dem beständigen Nachfragen unseres Publikums und der Kolleg*innen nach dem Stück zu folgen: „Laura“ muss zurück auf die Bühne!
Neu am GRIPS: Regisseur Ekat Cordes und sein Team
Gesagt, getan, „Laura war hier“ kommt am 26. Februar 2026 in einer Neuinszenierung von Ekat Cordes an den Hansaplatz, der damit sein Debüt am GRIPS gibt. Als Regisseur, Autor und Musiker verbindet er in seinem Regiekonzept seine Liebe zu Comics und einem ausgetüftelten Sounddesign mit seinem sehr feinen Gespür für die Figuren und ihre Gefühle. An seiner Seite und ebenso neu am GRIPS sind Ausstatterin Anike Sedello, die Choreografin Maria Walser sowie die Musiker Jakob Dinkelacker und Fabian Simon. Wobei letztere nicht nur live begleiten werden, sondern beide auch noch die Azubis von Hausmeister Käsefuß sind.
Ekat Cordes hat es selbst als Kind erlebt, wie stark das Theater für junge Menschen wirken kann: als Ort der Freiheit, des Andersseins, des Lachens und Träumens. Als bekennender und langjähriger GRIPS-Fan kennt das auch Autorin Milena Baisch: „Als Kind hatte ich das Gefühl, dass die Stücke im GRIPS irgendwie wichtig sind, es steckte Kraft und Leben und Wahrheit drin. Etwas mit Spaß ernst nehmen. Das kann das Grips wirklich gut.“
Und das ist ihr auch mit ihrem Kinderstück „Laura war hier“ gelungen, man darf sich auf eine große, musikalische Kinderproduktion voller Witz, Humor und mit so einigen Aha-Momente für jedes Alter auf der großen GRIPS-Bühne freuen.




Die GRIPS-Leitung zu „Laura war hier“
„Was uns an diesem Stück besonders gefällt, ist, dass wir davon erzählen, wie eine vielfältige Gesellschaft uns bereichert, und dass es genau diese Vielfältigkeit ist, die unser Leben hier in Berlin ausmacht“, so Winfried Tobias. „Familie ist wichtig! Und gleichzeitig positionieren wir uns eindeutig gegen rückwärtsgewandte Familienmodelle, die inzwischen im politischen Raum wieder eingefordert werden.“ Und seine Kollegin aus der Künstlerischen Leitung, Natalie Driemeyer, ergänzt: „Für die Neuinszenierung konnten wir den Regisseur Ekat Cordes gewinnen, der das Stück neu befragt. Seine Energie, Schnelligkeit, Musikalität sowie Liebe zum Detail in den Figuren wird dem Text eine neue Ebene geben. Im Vorgespräch beschrieb er, wie sehr ihn die Musik berührt habe. Das genau interessiert uns für den neuen Blick auf dieses Stück. Zudem spiegelt es die Lebensgeschichte vieler Zuschauer*innen, denn ein Drittel der Berliner Familien bestehen aus alleinerziehenden Eltern. Familie wird hier größer gedacht als die reine Kernfamilie.“
Das Team
Regie: Ekat Cordes
Bühne und Kostüm: Anike Sedello
Choreografie: Maria Walser
Komposition Lieder: Kaspar Föhres, Caspar Hachfeld
Komposition Bühnenmusik & Arrangements: Jakob Dinkelacker, Fabian Simon
Dramaturgie: Tobias Diekmann
Theaterpädagogik: Lama Ali
Mit: Christian Giese, Marius Lamprecht, Johanna Meinhard, Jens Mondalski, Victoria Schreiber („Laura“), Regine Seidler und Jakob Dinkelacker und Fabian Simon an den Instrumenten
Vitae
Ekat Cordes arbeitet seit 2010 freischaffend als Regisseur, Autor, Musiker und Sounddesigner. Zuvor arbeitete er am Oldenburgischen Staatstheater u.a. Susanne Kennedy, Anna Bergmann, Albrecht Hirche, Ingo Putz und Marc Becker zusammen. Einladung seines Stücks »Ewig gärt« zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2010. Am Maxim Gorki Theater entwickelte er mit dem dem Comic-Zeichner Henrik Schart den dramatischen Live-Comic „ A Greekship“. 2011 Nennung als Nachwuchsregisseur des Jahres in Theater heute. Für weitere Stücke erhielt er Auszeichnungen. Ekat Cordes arbeitet u.a. am Maxim Gorki Theater, am Schauspiel Essen, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Theater und Orchester Heidelberg oder am Jungen Theater Heidelberg.
Milena Baisch studierte in Berlin an der Film- und Fernsehakademie Drehbuch. Sie schreibt Kinder- und Jugendbücher, Drehbücher, Hörspiele und Theaterstücke. 2011 erhielt sie den Jugendliteraturpreis für „Anton taucht ab“. Ihr Stück „Die Prinzessin und der Pjär“, das am GRIPS Uraufführung hatte, gewann den Berliner Kindertheaterpreis und den Mülheimer KinderStückePreis. Mit „Laura war hier“ und „Zum Glück viel Geburtstag“ hat sie bereits mehrere Theaterstücke fürs GRIPS geschrieben. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.
Alle Termine, Infos und Tickets findet man auf der GRIPS-Website!
