Ab 26.2.26: „Laura war hier“

Um was geht’s?

Laura ist sauer – richtig sauer. Sie soll die Kellertür offengelassen haben? Dabei war sie das gar nicht. Doch statt sie zu verteidigen, glaubt Mama dem Hausmeister Käsefuß. Für Laura steht fest: Es reicht! Sie ist sechs Jahre alt und es ist an der Zeit, die Welt zu entdecken. Mit ihrem Fahrrad Pardy, großer Neugier und einer ordentlichen Portion Mut zieht Laura los. Ihr erstes Ziel? Das eigene Mietshaus! Denn vielleicht wohnt das Glück gleich nebenan. In den Wohnungen ihrer Nachbar*innen trifft sie auf schräge Vögel, neue Familienmodelle und ziemlich ungewöhnliche Lebensgeschichten. Während sich ihre Mama auf die Suche nach ihr macht, fragt sich Laura, wie eine richtige Familie eigentlich aussehen soll. Und was, wenn man sich seine Wunschfamilie einfach selbst zusammenstellt? 

Graphik von Bela Sobottke

2017 bereits bei uns uraufgeführt, kehrt die Erfolgsproduktion „Laura war hier“ – u.a. auf Wunsch vieler GRIPS-Mitarbeitenden – in einer Neuinszenierung ans GRIPS zurück! Viel Spaß bei der Reise durch ein Berliner Mietshaus mit viel Musik, Humor und Alltagsmagie, die klug das Miteinander beleuchtet. Ein Stück für alle, die das Abenteuer Familie neu erleben wollen.

Wie kam es zur der Entscheidung für eine Neuinszenierung von „LAURA WAR HIER“?

Das haben wir das künstlerische Leitungsteam gefragt, hier die Antworten:

Thomas Keller: Wir sind in den letzten Monaten viel durchs Haus gegangen und haben nachgefragt, was wünscht ihr euch? Und da war unisono der Wunsch, dass wir diese große musikalische und komödiantische Produktion fürs große Haus in einer Neuinszenierung wieder auf die Bühne bringen. 

Winfried Tobias: In Milena Baischs Stück klingelt sich die sechsjährige Laura quer durch ihr Mietshaus, in dem verschiedenste Generationen und Familien leben – und die schaut sich Laura ganz genau an, denn sie hat Ärger mit ihrer alleinerziehenden Mutter. Was uns an diesem Stück besonders gefällt, ist, dass wir davon erzählen, wie eine vielfältige Gesellschaft uns bereichert, und dass es genau diese Vielfältigkeit ist, die unser Leben hier in Berlin ausmacht. Familie ist wichtig! Und gleichzeitig positionieren wir uns eindeutig gegen rückwärtsgewandte Familienmodelle, die inzwischen im politischen Raum wieder eingefordert werden. 

Natalie Driemeyer: 2017 kam das Stück mit großem Erfolg am GRIPS zur Uraufführung, für die Neuinszenierung konnten wir den Regisseur Ekat Cordes gewinnen, der das Stück neu befragt. Seine Energie, Schnelligkeit, Musikalität sowie Liebe zum Detail in den Figuren wird dem Text eine neue Ebene geben. Im Vorgespräch beschrieb er, wie sehr ihn die Musik berührt habe. Das genau interessiert uns für den neuen Blick auf dieses Stück. Zudem spiegelt es die Lebensgeschichte vieler Zuschauer*innen, denn 1/3 der Berliner Familien bestehen aus alleinerziehenden Eltern. Familie wird hier größer gedacht als die reine Kernfamilie. 

Vita Ekat Cordes

Ekat Cordes arbeitet seit 2010 freischaffend als Regisseur, Autor, Musiker und Sounddesigner. Am Oldenburgischen Staatstheater unter der Intendanz von Markus Müller war er zwischen 2006 und 2010 als Regieassistent an als Autor und Regisseur tätig und arbeitete dort unter anderem mit Susanne Kennedy, Anna Bergmann, Albrecht Hirche, Ingo Putz und Marc Becker zusammen. Nachdem sein Stück »Ewig gärt« zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2010 eingeladen wurde, inszenierte er zusammen mit dem Autor Philipp Löhle und dem Comic-Zeichner Henrik Schart den dramatischen Live-Comic »A Greekship« am Maxim-Gorki-Theater Berlin beim Festival Reality kills. 2011 erhielt er für seine Inszenierung von »Der Penner ist schon wieder woanders« (Juri Sturnberg) am Maxim-Gorki-Theater eine Nennung als Nachwuchsregisseur des Jahres in der Fachzeitschrift Theater heute.  Sein Stück »Aproposkalypse« wurde 2012 am Theater Osnabrück uraufgeführt und seine Farce »Gertrud goes Korea« wurde 2013 für den Leonhard-Frank-Preis des Mainfranken Theaters Würzburg und für die Autorentheatertage Stück auf! am Schauspiel Essen nominiert. Ekat Cordes arbeitete u.a. am Maxim Gorki Theater, am Schauspiel Essen, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Theater und Orchester Heidelberg oder am Jungen Theater Heidelberg. 

Vita Milena Baisch

studierte in Berlin an der Film- und Fernsehakademie Drehbuch. Sie schreibt Kinder- und Jugendbücher, Drehbücher, Hörspiele und Theaterstücke. 2011 erhielt sie den Jugendliteraturpreis für „Anton taucht ab“. Ihr Stück „Die Prinzessin und der Pjär“, das am GRIPS Uraufführung hatte, gewann den Berliner Kindertheaterpreis und den Mülheimer KinderStückePreis. Mit „Laura war hier“ und „Zum Glück viel Geburtstag“ hat sie bereits mehrere Theaterstücke fürs GRIPS geschrieben. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

Team

Regie: Ekat Cordes
Bühne und Kostüm: N.N. | Musik: N.N.
Dramaturgie: Tobias Diekmann
Theaterpädagogik: Lama Ali
Mit: Christian Giese, Marius Lamprecht, Johanna Meinhard, Jens Mondalski, Victoria Schreiber, Regine Seidler