Eine Rechercheproduktion mobil für die Bezirke und fest fürs GRIPS Podewil am Alex
Eine neugierige Stadterkundung durch verschiedene Augen entwickelt vom GRIPS-Team
Die Idee:
Wir machen einen Ausflug! Was nehmen wir mit? Und was finden wir vor, wenn wir ankommen? Was und wer war schon vor uns da? Und ändert sich jetzt irgendwas dadurch, dass wir dazugekommen sind?
Mit aus | flug entwickeln wir ein neues Stück, das wir später nicht nur am GRIPS spielen werden, sondern auch als mobile Produktion bei Ausflügen in Berliner Bezirken. Dafür machen wir uns selbst auf Entdeckungsreise, recherchieren in Kitas, Elterncafés und auf Spielplätzen, wollen von Kindern wissen, mit welchen Augen sie Berlin sehen und wie sie den Stadtraum erleben. Sind die tollsten Dinge ganz groß oder muss man sie mit der Lupe suchen? Und wenn zwei sich auf den Weg machen, wer sagt wo’s langgeht und warum? Was ist in Deinem Rucksack, Deinem Koffer? Welchen Ausflug machen wir mit den Füßen, mit Fahrrad, Auto, Bus und Bahn —und welchen mit dem Kopf?
Teilnehmen werden die Schauspielerin Regine Seidler und ein Team aus jungen und älteren Ausflügler*innen und Expert*innen der Kitas und des Theaters.
Hintergrund:
Das Projekt „aus | flug“ starten wir als Prozess, in dem wir die gewohnten Abläufe und Aufgabenverteilungen zwischen Theaterpädagogik, Dramaturgie, Regie und den beteiligten Künstler*innen auf der Bühne überprüfen und an verschiedenen Stellen neu justieren. Noch stärker (und früher!) als sonst wollen wir außerdem unser Publikum mit einbinden, Kinder ab 3 Jahre und ihre Eltern und Geschwister. Dafür finden ab Spielzeitbeginn Recherchen und Begegnungen in Kitas und Kiezen in Moabit statt. Zusammenar¬beiten werden wir u.a. mit dem Moabiter Ratschlag e. V. und der neuen »Kulturmanege Moabit«. Über die weitere Entwicklung des Projektes und das wachsende Produktionsteam informieren wir auf unserer Website.Die partizipative Stückentwicklung „aus|flug“
Die Leitung zu dieser Produktion:
GRIPS: Das GRIPS bietet seit 2012 Stücke für die Kleinen und Allerkleinsten an, eine der anspruchsvollsten Theatergattungen, weil nicht nur mit Sprache gearbeitet werden kann. Die zweite Produktion wird für diese Zielgruppe sein?
Natalie Driemeyer: Mit „aus|flug“ wollen wir Theater nicht nur für kleine Kita-Kinder ab 3 Jahren machen, sondern vielmehr gemeinsam mit ihnen entwickeln. Wir gehen direkt in Kitas, arbeiten dort mit Kindern, Eltern und Pädagog*innen zusammen und entwickeln aus diesen Begegnungen heraus gemeinsam mit unserer Dramaturgie und Theaterpädagogik die Produktion. Regine Seidler war bei allen Stückentwicklungen für diese Gattung als Schauspielerin dabei, ihre Expertise ist uns äußerst wertvoll.
Von „aus|flug“ wird es zwei Versionen geben: eine mobile Fassung, die in einen Koffer passt, und mit der wir direkt in die Bezirke reisen können. Und eine Bühnenfassung für das GRIPS Podewil, die ins Repertoire übernommen wird. Die Produktion knüpft an die Erfahrungen unseres mehrjährigen Partizipationsprojekts „Props gehen raus“ an. Uns interessiert die Frage, wie Theater schon im frühen Kindesalter Räume für Mitbestimmung, Fantasie und gemeinsames Lernen schaffen kann. Die Uraufführung ist am 25. Februar 2027 im GRIPS Podewil.
