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SUMMARY:GRIPS Theater Nostalgie: Mugnog Kinder
DESCRIPTION:Theaterstück für Menschen ab 5\nvon Rainer Hachfeld\nLieder: Volker Ludwig\nMusik: Birger Heymann\nUraufführung am 2.5.1970 vom „Theater für Kinder im Reichskabarett“ (Vorläufer des GRIPS Theaters)\nEine Fernsehaufzeichnung des WDR\nDauer: 48 Minuten\nSynopsis:\nDie Großstadtkinder Pam und Tom verbringen ihre Ferien bei ihrer Tante und Onkel auf dem Land. Da es hier kein Spielzeug gibt, erfinden die Kinder den MUGNOG, eine einfache Holzkiste. Aber für sie kann der Mugnog singen, lachen, beißen und gute Ratschläge geben. Beide merken schnell, dass man sich prima mit einem Mugnog wehren kann, wenn man zu den Erwachsenen sagt: „Der Mugnog hat gesagt …“. \nDamit beginnt eine wilde Geschichte rund um den Mugnog, der die Erwachsenen misstrauisch, ängstlich, sogar feindselig macht, selbst wenn sie ihn gar nicht kennen. Sogar die Polizei, der Bürgermeister, ein General und am Ende sogar noch ein Minister werden in diese ganze Geschichte mit hineingezogen. Wenn die wüssten, was der Mugnog eigentlich ist!\nAls das GRIPS Theater noch „Kindertheater im Reichskabarett“ hieß, wurden die Kinder im Publikum zu dieser neuen Art von Theater befragt. Ein realistisches Kindertheater, das die Nöten und Sorgen seines Publikums auf die Bühne bringt und in Berlin in der Gegenwart spielt, das gab es damals noch nicht. Für Kinder wurden im Theater ausschließlich Märchen, üblicherweise in der Weihnachtszeit, gespielt. Kinder galten damals noch „als unterdrückte Klasse“, so Volker Ludwig, Kinder mussten vor allem eines sein: Nicht auffallen, ruhig und brav sein. Eine eigene Meinung oder gar ein eigener Wille war Kindern nicht gestattet.\nBei der Befragung kam heraus, dass genau diese neue Art von Theater für Kinder ziemlich gut bei jenen ankam, denn man kann hier „viel mehr lachen“, die Schauspieler sprechen nicht so „vornehm“ und die Stücke spielen in Berlin und „nicht aufm Mond oder so’ne Spinne!“.\nDer anarchistische Geist und Witz dieses Stücks führte dazu, dass das Stück in aller Welt nachinszeniert wurde. Noch heute kennt in Griechenland jede*r den „Mugnog“, der hier „Mormolis“ heißt.\nDas Stück basiert übrigens auf einer Spielidee, die Autor Rainer Hachfeld und sein Bruder Volker Ludwig (vormals Eckart Hachfeld) als Kinder hatten: „Wir hatten als Kinder den albernen Einfall, irgendwelchen Dingen und Undingen Phantasienamen zu geben, und diese existenten und nichtexistenten Wesen all das machen und sagen zu lassen, was man nicht (und als Kind schon gar nicht) tun soll.“\nInternationale Nachinszenierungen:\nBangladesh, Belgien, Finnland, England, Griechenland, Hongkong, Italien, Kroatien, Österreich, Pakistan, Portugal, Schweden, Schweiz, Serbien, Spanien, Südkorea, USA, Zypern u.a.\n————\nTEAM:\nRegie: Dieter Kursawe | Bühne: Rainer Hachfeld, Michael Lux | Besetzung der Uraufführung: Jörg Friedrich, Ulrich Gressieker, Irene Jarosch, Dietrich Lehmann, Margot Rothweiler, Wolfgang Wiehe\n———————\nFernsehaufzeichnung:\nRegie und Fernsehbearbeitung: Peter Podehl\nRedaktion: Gert K. Müntefering\nAlle Rechte am Stück beim Verlag der Autoren, Frankfurt/Main\nMit freundlicher Genehmigung von WDR Mediagroup\n——–\nKleine Anekdote:\n„Was den GRIPS-Kindern an Macht fehlt, ersetzten sie durch Witz“, so Volker Ludwig in dem Buch „Das GRIPSBuchTHEATERGeschichten*. „Mit MUGNOG-KINDER erreichte der antiautoritäre Spaß seinen Höhepunkt. (…). Auf einem Gastspiel in München … wollte im Theater der Jugend die Pause nicht enden, worauf Birger Heymann erstmals schüchtern das unruhige Publikum ermunterte, den MUGNOG-Refrain mitzusingen.\n„Was ist ein Mugnog | Ein Mensch, ein Ding, ein Tier? | Ein Mugnog ist ein Mugnog | und wir sind wir!“\nEin Elfjähriger brüllte vom Rang herunter „Dös is a Schmarrn!“, aber dann sangen die Kinder nach jedem Bild ungefragt die Wiederholung, und nach der Vorstellung erschallte durch die hohle Reitmoorstraße aus Hunderten bayrischer Kehlen zum Entsetzen der Lehrer: ‚Ein Mugnog ist ein Mugnog | Und mir san mir!’. Das war die Geburtstunde der ‚Lieder zum Mitsingen’.“\n*herausgegeben von Wolfgang Kolneder und Stefan Fischer-Fels. Berlin 1994\n
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